Chronik von 1901-1920


1901

Neuanschaffung einer Löschmaschine von der Fa. C. J. Braun aus Nürnberg für 1550 DM. „Geprüft wurde sie mittels Manometer und Waccumeter auf Festigkeit und Dichtigkeit und hierauf Wurfweite und Wurfhöhe.“


1903

Bei der Bezirksversammlung in Stadtamhof wurde darauf hingewiesen, dass in dem jeweiligen Ort, in dem es brennt, kein Bier ausgeschenkt werden darf.


1906

Bahnunfall in Regenstauf

Bei dem durch die Zeitungen gemeldeten großen Bahnunfall in Regenstauf bot sich für unsere Feuerwehr reichlich Gelegenheit helfend einzugreifen. Kommandant und Vorstand ließen sofort - die Notwendigkeit erkennend - Alarm blasen und wurde zunächst durch die rasch herbeigeeilte Mannschaft für Beleuchtung des Platzes und Absperrung gesorgt, was in Anbetracht der Unmenge umherliegenden angrifflichen Gegenstände und der vielen Zuschauer das wesentlichste war, nachdem sich rasch zeigte, daß weiter keine Menschenleben mehr in Gefahr seien. Hierauf mußte bei der Räumung der Geleise fest zugegriffen werden und ebenso wurde die Bewachung der zusammengetragenen Gegenstände übernommen. Zu löschen gab es nur insofern, als die Heizer trotz der anfangs großen Gefahr, daß der Kessel platzen würde, mit großer Bravour die Feuerung herausrissen, welche dann von unseren Leuten abgelöscht wurde. Als dann die Reisenden, welche in den unversehrten Wagen untergebracht waren, zur Umpartierung in den telegraphisch beorderten Hilfszug geführt werden mußten, zeigte sich so recht, welches Vertrauen den Feuerwehrleuten entgegengebracht wird. Alles rief nach solchen, nur Feuerwehrleuten wollte jeder sein Gepäck anvertrauen. Unsere Mannschaft hat denn auch mit unermüdlichem Eifer dieses Vertrauen gerechtfertigt. Ebenso erklärten die Beamten des Post- und Gepäckwagens die Umpartierung nur durch Feuerwehrleute vornehmen zu lassen. Es wurden deshalb von den Mannschaften von Wagen zu Wagen zwei Reihen gebildet und so in unglaublich rascher Zeit die Unmasse Post- und Gepäckstücke, bis zu den schwersten Koffern, verladen. Nur dem ist es wohl zu verdanken, daß die Reisenden ihr Gepäck sofort mit nach Berlin bekamen. Seitens des von Regensburg gesandten Beamten wurde uns auch alsbald der Dank für die energische Hilfeleistung zum Ausdruck gebracht. Nach 1 Uhr, also nach dreistündiger Arbeit, konnte die Mannschaft abrücken. Einem Feuerwehrmann, welcher eine Dame aus dem eingeschlagenen Fenster eines gestürzten Wagens zog, wurden von derselben 10 Mk. als Belohnung ausgehändigt. Derselbe spendete sie sofort in die Feuerwehrkasse. Als sehr notwendig erwies sich, daß auch in solchen Fällen die Mannschaft uniformiert erscheint, da der Respekt dann ein viel größerer ist. Kommandant und Vorstand teilten sich in das Kommando auf beiden Seiten der Geleise.

Zeitung für Feuerlöschwesen Nr. 10 / 1906


1907

Am 11.05., mittags gegen 3/4 12 brannte der mit Heu gefüllte Stallboden der Brauereiwitwe Deml. Das Feuer ergriff rasch das gesamte Gebäude. Die FFW Regenstauf konnte das Feuer unter Kontrolle bringen. Zusätzlich waren noch die Feuerwehren Diesenbach, Ramspau, Karlstein, Bernhardswald, Regensburg, Regendorf, Zeitlarn und Ponholz sowie die Dampfspritze der Gebrüder Bergmüller an der Einsatzstelle. Bei dem Einsturz des Stallgewölbes verunglückte der Feuerwehrmann der FFW Regenstauf, Karl Zettl tödlich.


1909

Am 08.04. um 1/2 12 Uhr Nachts brannte der Holzschupfen des Likörfabrikanten Brunner und der Stadel des Metzgers Habinger. "Zum erstenmal wurden unsere Hydranten benützt, welche Wasser in großer Menge lieferten. Leider hielten die Schläuche den Wasserdruck nicht aus und zerplatzten, die FFW Diesenbach brauchte nicht mehr einzugreifen."


1913

50jähriges Gründungsfest der FFW Regenstauf vom 5.7. bis 7.7.1913


1925

Eine Abteilung „Wasserwehr“ wird gegründet.

 
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